Aknenarben entfernen - was erwartet mich?
Eine nicht selten bei Aknepatienten auftretende Komplikation ist die Bildung von Aknenarben im
Gesichtsbereich. Auch wenn die Akne selbst schon längst abgeheilt ist, die Narben bleiben ein Leben lang erhalten. Das Selbstwertgefühl vieler Betroffener leidet erheblich.
Oftmals können stark eingesunkene Narben nicht einfach aufgefüllt werden. Man kann versuchen, das Narbengewebe an den Rändern zu entfernen und die Aknenarben optisch an die umgebende Haut anzugleichen. Die stärkste Wirkung erzielt man dabei mit der Lasertechnik, der chirurgischen Hautabschleifung oder dem tiefen chemischen Peeling.
Werden Aknenarben zu stark behandelt, kann es zu bleibenden Behandlungsnarben kommen. Deshalb gehören die Behandlungen in die Hände eines Fachmannes, meist eines Dermatologen oder eines plastischen Chirurgen. Oftmals sind diese Behandlungen aber sehr kostenintensiv. Außerdem ist zum Teil mit erheblichen sichtbaren Nebenwirkungen zu rechnen. Diese verschwinden zwar nach einer gewissen Zeit, aber bis dahin kann man teilweise furchtbar aussehen.
Im Kern geht es bei der Narbenbehandlung darum, die obersten Hautschichten zu entfernen. Alle Verfahren zielen darauf ab, die tieferen Hautschichten zur Neubildung anzuregen.
Das medikamentöse Unterspritzen von Kortison ist eine Methode der Narbenbehandlung. Dabei hemmen die so genannten Kortikoide die Bildung von Kollagen und unterdrücken damit eine überschießende Narbenbildung. Die Methode ist weitgehend schmerzfrei, ebenso wie die Lokaltherapie mit Cremes und Salben.
Beim Abschleifen von Narbengewebe wird die Narbe geglättet und abgeflacht. Je nach Größe der zu behandelnden Narben muss der Eingriff unter Vollnarkose durchgeführt werden. Die überschüssige Haut wird mit einem Diamantschleifer abgetragen. Die oberste Hautschicht wird feiner geschliffen. Der Eingriff ist nicht ganz so angenehm, wie beispielsweise die oben aufgeführten Methoden. Je nachdem, wie viel Haut abgetragen wurde, ist auch mit einer Verschorfung der Haut zu rechnen. Erst wenn der Schorf abgegangen ist, kommt die neue Haut zum Vorschein.
Bei der Lasertechnik wird gebündeltes Licht gezielt in die betroffene Hautregion geschossen. Die Hautschichten werden millimeterfein abgetragen. Die Narben schrumpfen, die Haut strafft sich. Oft sind mehrere Behandlungen nötig, um ein optimales Resultat zu erzielen. Die Behandlung von Aknenarben verläuft meist schmerzfrei.
Bei der Behandlung mit Ultraschall wird das vernarbte Gewebe feiner und glatter. Die Behandlung verbessert das Hautbild deutlich. Allerdings sind 10 bis 15 Behandlungen nötig. Diese sind aber schmerzfrei.
Bei medizinischen Peelingverfahren, wie bei dem so genannten Blue Peeling, werden mehrere Hautschichten weggeätzt. Je nachdem, wie tief die Narben ins Gewebe reichen, können die Schichten der Haut abgetragen werden. Entsprechend dem Schweregrad der Veränderungen gibt es das oberflächliche Peeling, das mitteltiefe und das tiefe Peeling. Das oberflächliche Peeling dient nur der Hautauffrischung und –verjüngung. Meist wird Glykolsäure verwendet. Beim mitteltiefen Peeling wird in der Regel eine Kombination aus Glykolsäure und Trichloressigsäure benutzt. Sie führt zu einem Gewebsuntergang der äußeren Hautschicht. Die Haut schält sich komplett. Innerhalb von 8 bis 10 Tagen regeneriert sie sich vollständig. Die leichten Schwellungen gehen meist nach einigen Tagen zurück.
Beim tiefen Peeling reicht die chemische Zerstörung bis in die untere Hautschicht. Die Nebenwirkungen sind deutlich stärker. Die Gesichtshaut quillt auf, rötet sich, die äußere Hautschicht stößt sich ab. Die Abheilphase dauert mindestens 14 Tage. Die Rötung kann wesentlich länger anhalten. Die neue Haut sollte mindestens 3 Monate keiner Sonnenbestrahlung ausgesetzt werden.
Das könnte Dich interessieren!
Tags: Abschleifen, akne, Aknenarben, Kortison, Lasertechnik, Narben, Peeling, Ultraschall