Mitesser entfernen

Der Fachbegriff für Mitesser lautet Komedonen. Sie entstehen, wenn der Ausführungsgang der Talgdrüse verstopft ist. Dies geschieht durch eine erhöhte Talgproduktion. Kleine Hornhautpartikel der obersten Hautschicht verschließen den Haarkanal (Follikel). Dieser wird ballonartig aufgebläht. Der Talg kann nicht mehr an die Hautoberfläche gelangen. Im Inneren der Talgdrüse befinden sich Hornlamellen. Normalerweise sorgen sie für den Abtransport des Talges. Durch die Masse des Talgs werden sie zusammengedrückt und verhärten. Der Pfropf aus Hornzellen und Talg wird als Mitesser bezeichnet. Wenn er sich entzündet, entsteht ein Pickel mit dem typischen Eiterpfropf.

An Mitessern sollte man nie selbst herumdoktern. Dadurch richten viele noch mehr Schaden an. Durch das Drücken wird alles schlimmer. Der Talg wird in tiefere Hautschichten gedrückt. Die Bakterien werden besser verteilt. Die Entzündung reicht dann tief ins Gewebe hinein. Der Abheilvorgang verzögert sich enorm. Narben können entstehen.

Nur wenn man genau weiß, wie es richtig geht, sollte man sich an die Mitesser rantrauen. Und so geht’s:
Zunächst ist wichtig zu wissen, dass man nicht zu früh Hand an die Mitesser legt. Man sollte nicht beim ersten Druck- oder Spannungsgefühl anfangen zu drücken. Man muss unbedingt warten, bis sich ein gelbes Eiterköpfchen zeigt. Zu frühes Drücken führt zu einer Verschlimmerung der Infektion. Am Ende dauert es dann länger, bis alles abgeheilt ist.

Sauberkeit und Hygiene sind enorm wichtig. Immer erst die Hände waschen und das gründlich. Alle Dinge, die man benutzt, müssen sehr sauber und nach Möglichkeit desinfiziert sein.

Zuerst müssen die Poren geöffnet werden. Am besten geht das mit einer Gesichtssauna. Aber auch ein heißesMann wäscht Gesicht Tuch einige Minuten auf der Haut belassen, erfüllt diesen Zweck. Das Gesicht muss gereinigt werden. Make up muss vollständig entfernt werden. Die Hände müssen sauber sein. Zum Aufstechen benötigt man eine Nadel. Sie muss sterilisiert oder mindestens desinfiziert sein. Man kann auch ein Feuerzeug dazu benutzen (notfalls). Dann muss man in den Mitesser hinein stechen, aber nicht zu tief. Dann wird leicht seitlich gedrückt, am besten mit einem Komedonenquetscher. Diesen verwenden auch Kosmetikerinnen und Hautärzte. Die austretenden Flüssigkeiten mit einem sauberen Tuch entfernen. Wenn Blut oder klare Flüssigkeit austritt, muss man sofort abbrechen. Die geschundenen Hautpartien werden sicherheitshalber am Ende noch einmal mit Gesichtswasser betupft.

Eine andere Möglichkeit ist diese: Der Mitesser wird nicht ausgedrückt, sondern „ausgezogen“. Die Haut wird rund um den Mitesser in alle vier Richtungen gezogen. Man sollte nicht die Finger benutzen, sondern ein sauberes Mullläppchen oder Kosmetiktuch. Das hilft, Infektionen zu vermeiden. Ein reifer Mitesser hebt sich alleine aus der Haut. Ansonsten muss man leicht drücken. Kommt dann immer noch nichts raus, sollte man aufhören.

Diese oben aufgezeigten Möglichkeiten Mitesser zu entfernen sind nur für gelegentlich auftretende Mitesser gedacht. Bei ausgeprägter Akne oder vielen Mitessern sind diese Methoden nicht geeignet.

Die sichere Variante ist aber immer ein Besuch beim Fachmann oder der Fachfrau. Narben bleiben einem das ganze Leben erhalten.

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