Pille gegen Akne - stimmt das?
Im Gegensatz zu Männern bietet sich bei Frauen noch die Möglichkeit, ihr Hautproblem mit Hilfe der Pille in
den Griff zu bekommen. Gute Ergebnisse wurden mit der „Valette“ , der „Diane“ (oder Bella Hexal 35) und mit „Yasmin“ erzielt.
Die Antibabypillen enthalten das künstliche Östrogen (Follikelhormon – wichtigste weibliche Sexualhormone) Ethinylöstradiol. Man kombiniert dies mit verschiedenen Gestagenen (Gelbkörperhormone – zweitwichtigste weibliche Geschlechtshormone). Beide Hormone werden auch natürlicherweise vom weiblichen Körper produziert. Der Ablauf des Monatszyklusses und der Verlauf einer Schwangerschaft werden durch sie geregelt. Die in der Pille enthaltenen Hormone unterdrücken die Eireifung und verschließen die Gebärmutter vor Spermien. Dem weiblichen Körper wird eine Schwangerschaft vorgetäuscht.
Die Pille enthält Antiandrogene. Diese balancieren den Haushalt der Sexualhormone zu Gunsten der weiblichen Hormone aus. Das ist ein Vorteil für die Frauen, da Testosteron zu den Akneauslösern gehören. Die Pille mit Antiandrogenen reduziert die Talgproduktion und wirkt so der Akne entgegen. Gerade, wenn die Akne verstärkt vor der Regelblutung auftritt, wirkt die Pille besonders gut.
Gerade bei schwerer Akne ist diese Behandlungsmöglichkeit von guter Wirkung. Allerdings kann es Monate dauern, bis man eine Verbesserung der Haut erkennen kann. Die ersten Ergebnisse werden nach dem ersten Zyklus festgestellt. Die Kopfhaut fettet deutlich weniger. Nach etwa drei Monaten schlägt dann die Hormonbehandlung auch bei der Akne an. Um eine dauerhafte Wirkung zu erzielen, sollte die Pille mindestens ein halbes bis ein ganzes Jahr genommen werden. Als Verhütungsmittel ist das ja sowieso üblich.
Bevor man mit der Einnahme der Pille beginnt, muss eine Schwangerschaft zwingend ausgeschlossen sein, da das Medikament den Embryo schädigen kann.
Die Pille hat nicht nur Vorteile, aber das ist ja bei den meisten Medikamenten so. Viele Frauen nehmen zu, nachdem sie mit der Pille begonnen haben. Der Körper speichert einfach mehr Wasser als sonst. Ein bis zwei Kilogramm sind normal. Mehr sollte es aber nicht werden. Die Pille kann auch Kopfschmerzen verursachen und den Blutdruck steigen lassen. Zu den Nebenwirkungen der Pille gehört außerdem die Gefahr, sich leichter eine lästige Pilzinfektion der Scheide zuzuziehen. Das geht ganz schnell. Man braucht nur in einem Bad das Handtuch eines Anderen benutzen. Allerdings ist der Pilzbefall in der Regel mit Antibiotika schnell behoben.
Die Pille kann die Lust auf Sex sowohl positiv wie auch negativ beeinflussen. Der positive Einfluss ist meist eine Sache des Kopfes: Die Angst vor einer ungewollten Schwangerschaft ist weg. Wenn dann noch die Pickel weggehen, fühlt Frau sich besser, schöner und begehrenswerter. Da steigt auch die Lust auf Sex.
Antiandrogene, die auch in der Pille enthalten sind, dämpfen die Wirkung von Testosteron. Diese sind aber für den Sexualtrieb zuständig. So kommt es zu einem negativen Einfluss. Es ist aber gut möglich, dass sich beide Einflüsse aufheben und in punkto Lust alles unverändert bleibt.
Jedes Pillenpräparat wirkt bei jeder Frau anders. Daher können keine pauschalen Aussagen über Wirkung und Nebenwirkungen gemacht werden. Man muss es selbst ausprobieren. Das ist ja bei den meisten Mitteln gegen Akne und Pickel so.
Das könnte Dich interessieren!
Tags: akne, Frau, Hormone, pickel, Pille, Schwangerschaft, Sex, Zyklus