Akne bei Babys
Bei Akne denkt man meist zunächst erst einmal an Teenager, denen die Hormonumstellung zu schaffen macht. Akne kann aber schon die Allerkleinsten befallen und muss gegebenenfalls behandelt werden.
Unter einer Akne bei Babys (Akne neonatorum) versteht man kleine rote Pusteln und Pickel, die eine rötliche Farbe annehmen und in der Regel in den ersten drei Lebensmonaten eines Babys auftreten können.
Meist tritt die Akne jedoch nach zwei bis vier Wochen nach der Geburt auf. Sie verschwindet aber nach einigen Tagen von selbst. Die Akne bei Neugeborenen ist die erste Form der Akne überhaupt. In seltenen Fällen können auch Mitesser auftreten. In der Regel stört die Akne das Baby nicht. Selten kann Babyakne jucken. Dann ist es möglich, dass sich die Säuglinge im Gesicht kratzen. Damit sich das Baby die Aknepickel nicht aufkratzen kann, sollten die Fingernägel kurz geschnitten werden.
Die auch Neugeborenenakne genannte Erkrankung tritt häufig bei gestillten Babys auf. Deshalb wird als Ursache eine erhöhte Konzentration der mütterlichen Hormone im kindlichen Organismus angenommen. Schon während der Zeit der Schwangerschaft gehen Hormone der Mutter auf das Kind über. Wenn diese vom kindlichen Körper nicht schnell genug abgebaut werden, entstehen als äußeres Zeichen Pickel. Meist erkranken männliche Säuglinge. Die Erkrankung tritt im Verhältnis 4:1 (m:w) auf. Dies ist eine Möglichkeit, die aber noch nicht wissenschaftlich erwiesen ist. Es gibt kein Mittel, das diese Akne schnell beseitigt. Meist hilft aber, wenn dem Baby etwas Muttermilch übers Gesicht gerieben wird. Die Pickel dürfen auf keinem Fall ausgedrückt werden, sie verschwinden auch ohne Behandlung von allein. Bei einer frühen Erkennung sollte man einen Hautarzt aufsuchen. Dieser kann in den meisten Fällen vermeiden, dass es zu einer Narbenbildung kommt.
Eltern sollten bei der Gesichtspflege des Säuglings keine Babyöle oder andere fettigen Präparate verwenden.
In seltenen Fällen kann die Akne bei Babys in die Akne conglobata infantum übergehen. Oft leiden die Eltern der betroffenen Kinder unter schwerer Akne. Diese Akne ist durch fließende Knoten und Zysten, meist an den Wangen gekennzeichnet. Meist werden Retinoide verabreicht. Die Behandlungsdauer beträgt vier bis sechs Monate. Isotretinoin hat nicht nur Nebenwirkungen auf Erwachsene, sondern auch auf die Babys. So kann das Wachstum aufgrund verlangsamten Knochenwachstums zeitlich verzögert werden. Während der Behandlung müssen Blutbild, Leberfunktion und die Serumlipide regelmäßig kontrolliert werden.
Die Akne bei Babys kann leicht mit anderen Hauterkrankungen verwechselt werden. Babys bekommen häufig einen Ausschlag namens Hautgrieß. Stecknadelgroße, weiße Punkte bedecken dabei Nase oder Kinn des Säuglings. Diese werden durch eine Ausscheidung der Drüsen in der Haut (Talg) verursacht. Die Pickelchen sind, obwohl sie erhöht scheinen, flach und weich. Wenn das Baby etwa drei Wochen als ist, ist der Ausschlag am heftigsten. Meist verschwindet er aber nach vier bis sechs Wochen. Dieser Ausschlag kommt sehr häufig vor.
Bei Babys sind die Schutzmechanismen der Haut noch nicht vollständig entwickelt. Die Talgdrüsen produzieren beispielsweise noch nicht genügend Fett. Die Haut ist relativ trocken. Für die Pflege von Babyhaut gilt „weniger ist mehr“. Zu viel Cremes und andere Mittel machen die Haut undurchlässig und sie kann nicht atmen.
Das könnte Dich interessieren!
Tags: akne, Babys, Neugeborenenakne, pickel, pusteln, Säuglinge, Ursache