Was tun bei trockener Haut?
Normalerweise hält sich unsere Haut selbst elastisch und geschmeidig. Dazu lagert sie Wasser im Gewebe ein und produziert Talg. Wie viel Fett sie bildet, hängt meist von erblichen und hormonellen Voraussetzungen ab. Gesunde Haut bietet Schutz vor dem Eindringen von Bakterien, Allergenen oder chemischen Substanzen.
Es gibt verschiedene Faktoren, die dazu führen können, dass die Haut unangenehm trocken ist. Dazu
gehören individuelle Veranlagung, der natürliche Alterungsprozess sowie Umwelteinflüsse, wie z.B. trockene Heizungsluft, Winterwetter, übermäßige Sonneneinstrahlung und zu häufiges Baden oder Duschen. Trockene Haut kann aber auch ein Symptom einer inneren Krankheit, beispielsweise Diabetes mellitus sein. Ebenso kann eine Hauterkrankung wie Neurodermitis oder die Schuppenflechte zu trockener Haut führen. Hierbei sind Fehlfunktionen im Aufbau der oberen Hautschicht für die Austrocknung der Haut verantwortlich.
Bei trockener Haut sind die Hautelastizität und die Flexibilität deutlich verringert. Meist ist die Haut rau und schuppig, sie spannt und juckt. Häufig betroffene Körperareale sind Gesicht, Streckseiten der Ober- und Unterarme, Hände, Schienbeine und Füße.
Mit zunehmendem Alter wird die Haut immer trockener. Die natürliche Regulierung der Hautfeuchtigkeit und des Fettgehaltes funktioniert nicht mehr richtig. Die typische Faltenbildung der Altershaut wird durch die Trockenheit noch verstärkt.
Für eine gesunde Haut werden Vitamine benötigt, vor allem Vitamine der Gruppe B. Ein Mangel an diesen Vitaminen kann die Haut austrocknen.
Trockene Haut ist keine bedenkliche Erkrankung. Wenn man aber diese ersten Warnsymptome der Haut missachtet, kann es zu chronischen Ekzemen und anderen Erkrankungen kommen.
Jeder Reinigungsvorgang kann die Haut schädigen. Gesunde Haut kompensiert das normalerweise schnell. Wenn man es mit der Hautreinigung übertreibt, kann das schnell zur Austrocknung führen. Gerade alkohol-(ethanol-) haltige Gesichtswasser oder Seifen können zu einer Entfettung der Haut führen. Auch ungeeignete Pflegeprodukte können die Haut negativ beeinflussen.
Um der erkrankten Haut ausreichend Feuchtigkeit zuzuführen, muss man Stoffe wählen, die zu einer Erhöhung des Wasserbindungsvermögens führen. Ideal sind die als Natural Moisturizing Factors (NMF – natürliche Feuchthaltefaktoren) bekannten Substanzen, wie z.B. Urea (Harnstoff) oder Hyaluronsäure. Dadurch gewinnt die Haut ihre natürliche Geschmeidigkeit zurück.
Auch Ölbäder können bei trockener Haut auf sehr angenehme Weise zu einer Fettung des gesamten Körpers führen. Medizinische Ölbäder sind besonders gut geeignet. Die Badewassertemperatur sollte nicht zu heiß sein. Ideal sind Temperaturen zwischen 32 und 35 Grad Celsius. Schaumbäder sollte man vermeiden. Kaltes Duschen ist von ganz hervorragender Wirkung für trockene Haut. Es sollten möglichst keine Duschgels verwendet werden. So bleibt der natürliche Schutzmantel der Haut erhalten und das kalte Wasser leitet auch Hautspannungen und Juckreiz ab.
In der Winterzeit ist es hilfreich, fettreichere Pflegeprodukte zu verwenden.
Auf jeden Fall sollte man intensive Sonnenbäder vermeiden, da die UV- Strahlung die Haut zusätzlich austrocknet.
Ganz wichtig, nicht nur bei trockener Haut, ist ausreichend viel zu trinken.
Bei trockenen Händen empfiehlt es sich, beim arbeiten mit irritierenden Substanzen Handschuhe zu tragen.
Ein Hautarzt ist der richtige Ansprechpartner, um geeignete Pflegemaßnahmen aufzuzeigen oder eine wirksame Behandlung der eventuell vorliegenden Hauterkrankung einzuleiten.
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Tags: Altershaut, Haut, Hautarzt, Schuppenflechte, Talg, trinken, trocken, Vitamine