Was tun bei empfindlicher Haut?

Empfindliche und problematische Haut benötigt besondere Pflege. Der natürliche Schutz gegen schädliche Umwelteinflüsse, Krankheitserreger und Austrocknung funktioniert nicht richtig. Die Haut sucht Ruhe und Schutz. Auf Umwelteinflüsse wie Sonne und Wind reagiert sie sensibel, gerötet und gereizt. Erweiterte Äderchen sind nicht selten.

Um empfindliche Haut richtig zu pflegen, muss die Haut analysiert werden. Das kann der Hautarzt amKosmetikerin besten, aber auch eine Kosmetikerin kann hilfreich sein. Sie erstellen auf der Grundlage dieser Analyse einen individuellen Pflegeplan mit geeigneten Pflegeprodukten. So muss man nicht lange herumprobieren, welches Mittel nun hilft oder nicht.

Bei anhaltenden Hautproblemen wie ständigem Jucken oder Entzündungen sollte man aber auf jeden Fall einen Arzt oder besser noch einen Dermatologen aufsuchen. Er kann die Gründe dafür herausfinden und eine gezielte Behandlung einleiten.

Viele Menschen klagen über Hautprobleme. Egal, ob die Haut juckt, brennt, rau oder rissig ist, gereizt reagiert oder zu Entzündungen neigt, die Ursachen können vielfältig sein. Dies kann eine Erkrankung des Körpers sein oder eine Folge von Fehlernährung. Oft ist es aber eine ganz simple Sache.

Die meisten Menschen waschen sich seit ihrer Jugend gleich und das ist ein Fehler. Die Haut hat mit zunehmendem Alter ganz andere Ansprüche. Die Durchblutung wird schlechter, die Zellen erneuern sich nicht mehr so schnell. Die Haut wird insgesamt dünner. Die Talg- und Feuchtigkeitsproduktion lässt nach. Die Struktur des Bindegewebes geht verloren. Die Haut heilt schlecht. Sie verliert an Elastizität und kann weniger Wasser binden. Der Schutz gegen Umwelteinflüsse lässt nach. Reifere Haut hat einfach weniger Widerstandskraft und braucht mehr Pflege. Der vermehrte Feuchtigkeitsverlust und die fehlende Widerstandskraft erhöhen das Risiko für chronische oder krankhafte Hautveränderungen. Verhindern kann man das mit den richtigen Waschgewohnheiten.

Seife lässt die Haut aufquellen. Schutzstoffe können ausgelaugt werden. Seife ist ungeeignet, da sie auch den Säuremantel der Haut zerstört. Syndets (synthetische waschaktive Substanzen) mit leicht sauren Eigenschaften sind sanfter. Sie sollten Ceramide, natürliche Lipide, etwa Nachtkerzenöl und den Feuchtigkeitsspender Urea enthalten. Zusätze wie Polidocanol helfen, den Juckreiz zu lindern.

Da empfindliche Haut oft gereizt reagiert, sollte man Produkte verwenden, die frei von Duft-, Farb- und Konservierungsstoffen sind. Geduscht werden sollte nur maximal einmal am Tag, kurz und mit lauwarmen Wasser. Duschmittel sollten weitestgehend nur unter den Achseln, im Intimbereich, am Po und an den Füßen verwendet werden. Baden sollte man in medizinischen Ölbädern. Sie sind besonders für trockene und empfindliche Haut geeignet. Sie überziehen die Haut mit einem feinen Fettfilm, der den Austrocknungseffekt des Wassers vermindert und die Haut danach zart und geschmeidig macht.

Auch wenn die Reinigung sehr sanft war, muss die Haut danach weiter gepflegt werden. Eincremen ist Pflicht. Geeignet sind Wasser-in-Öl- (W/O) Emulsionen. Auch Präparate die reichlich Feuchthaltefaktoren wie Harnstoff (Urea), Elastin, Allantoin, Vitamin E oder Kollagen enthalten, sind wirkungsvoll. In der Apotheke gibt es für jede Hautsituation die richtigen Präparate. Bei der Wahl der geeigneten Mittel sollte man sich ruhig helfen lassen.

Wichtig für schöne Haut ist ein gesunder Lebensstil. Dazu gehören: genügend Schlaf, wenig Stress, Schutz vor UVA- und UVB- Strahlung, Bewegung und Sport vorwiegend an der frischen Luft und eine gesunde, ausgewogene Ernährung.

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