Akne cosmetica
Die Akne cosmetica ist eine Kontaktakne. Sie entsteht, wenn bestimmte Inhaltsstoffe, die für Kosmetika verwendet werden, nicht vertragen werden. Häufig sind Frauen im Alter zwischen 20 und 50 Jahren betroffen. Sie verwenden regelmäßig Kosmetika und neigen zu fettiger Haut. Etwa ein Viertel aller Frauen leidet unter dieser Akneform. Typisch für Akne cosmetika sind gerötete und geschwollene Stellen, die sehr stark jucken und brennen können. Später können sich Pusteln und Bläschen bilden.
Oftmals ist der Zusammenhang zwischen der Erkrankung und der Verwendung von Kosmetika nicht zu erkennen. Die Betroffenen finden nur schlecht heraus, worauf sie reagieren. In den meisten Fällen verläuft diese Akne langsam. Das Allergen muss nicht gleich beim ersten Kontakt die Akne auslösen. Häufig reagiert der Körper erst nach wiederholter Anwendung. Dadurch wird der direkte Bezug zum Auslöser nur schwer erkannt.
Beim Hautarzt kann man einen Allergietest machen lassen.
Auslöser können Feuchtigkeits-, Abdeck-, Antifalten- und Sonnencremes sein. Ebenso aber Gesichtswässer, Rouge, Lippenstifte und Haarpflegemittel. Auch Massageöle, Seifen und Badezusätze, die Kakaobutter, Kokosnuss-, Erdnuss- oder Sesamöl enthalten, können diese Akne auslösen.
Gehen Dermatologen auf die Suche nach der Ursache der Erkrankung, lassen sie sich meist von ihren Patientinnen sämtliche Kosmetika, Lotionen und Duschbäder mitbringen. Die darin enthaltenen Duftstoffe, Konservierungsmittel, Emulgatoren oder Wollwachse sind häufig Auslöser von Allergien oder eben von Akne cosmetica. Spezielle Hauttests beim Hautarzt können den quälenden Reizstoff ermitteln. Häufig sind auch vermeintlich gesunde Naturprodukte die Übertäter. Teebaum- und Latschenkieferöl, Melkfett, Pappelsalben und Ginsengcremes haben ein ausgeprägtes allergisches Potential.
Akne cosmetica kommt hauptsächlich auf Stirnhöckern, Kinn und Wangen vor.
Man kann sich ganz gut selbst helfen, indem man sich gesund ernährt. Fertigprodukte sollten generell gemieden werden. Sie enthalten chemische Konservierungs-, Farb- und Geschmacksstoffe. Hauptsächlich
frische Lebensmittel verwenden, viel Salat, Obst und Gemüse. Der Körper braucht natürliche Vitamine. Keine scharf gewürzten Speisen oder Saucen essen. Auf Alkohol, Nikotin und Kaffee am besten ganz verzichten. Eine gesunde Darmtätigkeit ist wichtig. Deshalb viel Bewegung und einen probiotischen Joghurt mit lebenden Lactobacillus acidophilus Bakterien am Tag essen. Keine kommerzielle Kosmetik, Sonnenschutz-, Reinigungslotionen oder –tücher benutzen! Sie enthalten zu viel Chemie. Natürliche, chemiefreie Pflegeprodukte sind zwar nicht so lange haltbar, pflegen die Haut aber besser und führen nicht zu Akne cosmetica.
Eine Unterart der Akne cosmetica ist die Pomadenakne. Sie tritt vorwiegend bei Frauen afroamerikanischer Abstammung an der Stirn und an den Schläfen auf. Diese Frauen verwenden regelmäßig fette Pomaden zum Glätten der krausen Haare. Diese Pomaden wirken mitesserauslösend und führen entlang des Haaransatzes zu dicht stehenden Komedonen. Entzündliche Veränderungen sind eher selten. Therapeutisch führt Verzicht der Mittel zu Heilung oder zumindest zu einer Besserung. Bei Kleinkindern und Jugendlichen kann diese spezielle Akne auch auftreten. Ausgelöst wird sie durch übermäßige Salbenpflege an der Gesichtshaut.
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Tags: akne, cosmetica, Ernährung, Frauen, Hautarzt, Ursachen