Akne medicamentosa

MedikamenteWie der Name schon verrät, wird Akne medicamentosa durch Medikamente verursacht. Es handelt sich wie bei Akne venenata um eine Sonderform von Akne, bei deren Therapie die Vermeidung der Ursachen im Vordergrund steht. Akne medicamentosa wird auch als Steroid- Akne bezeichnet. Sie gehört zu den exogenen Akneformen.


Medikamente die eine Akne auslösen können sind:
-Kontrazeptiva: Ovulationshemmer (Antibabypille)
-beruhigende und schmerzstillende Medikamente
-androgenhaltige Muskelaufbaupräparate (Anabolika)
-hochdosierte Vitamin B- Kombinationen, z.B. B6 und B12 bei Nervenleiden
-Jod bei Schilddrüsenunterfunktion
-Vitamin D bei Osteoporose
-Lithium bei Depressionen
-Glukokortikoide bei Entzündungen
-Methotrexat bei Krebs und rheumatischer Arthritis
-Phenobarbital und Phenytoin bei Epilepsie
-Rifampicin bei Tuberkulose
-Nimodipin bei Alzheimer und Demenzerkrankungen
-Barbitursäure bei Schlafstörungen (narkotisierende Wirkung)
-Danazol bei gutartigen Wucherungen der Gebärmutter

Kortisonhaltige Salben, Cremes und Tinkturen können auch die Erkrankung hervorrufen.
Bei dieser Form der Akne treten die typischen Symptome einer Akne wie Pustelbildung und erweiterte Talgdrüsen auf. Auch Personen, die noch nie von Hauterkrankungen betroffen waren, können Akne medicamentosa bekommen.

Der Hautarzt kann meist schnell feststellen, was die Krankheit auslöst. Wenn die Ursache geklärt ist, solle man vermeiden, die auslösenden Mittel bzw. Medikamente weiter zu nehmen. Langfristig ist das die einfachste und beste Lösung. Um die Beschwerden zu lindern, kann man beruhigende Cremes und Lotionen verwenden.

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