Akne und Ernährung
Der Zusammenhang von Akne und unserer Ernährung wird oft unterschätzt. Mediziner und Wissenschaftler streiten seit Jahren darum, ob es überhaupt Zusammenhänge gibt. Aussagekräftige Studien fehlen, wissenschaftliche Nachweise wurden bis jetzt nicht erbracht.
Einig ist man sich hingegen, dass übermäßiges Rauchen und Alkohol Akne verschlimmern.
Die einzige Möglichkeit um für sich herauszufinden, ob die Ernährung Schuld an der Akne sein kann, ist der Selbstversuch. Man verzichte am besten für mehrere Wochen auf alles, worin Zucker enthalten ist. Also, auf Schokolade, Kekse, Limonaden, Ketchup, Mayo, Pudding, Joghurt, Burger, Fertigprodukte, Bonbons und vieles mehr. Man muss resolut sein und immer auf die Inhaltsstoffe schauen, die auf den Verpackungen angegeben sind. Wenn man gezielt danach schaut, kann man erst einmal feststellen, wo überall Zucker drin ist. Es wird also nicht leicht sein, Zucker wegzulassen. Wenn man auch nur einmal rückfällig wird, kann man von vorn beginnen, weil das Ergebnis verfälscht wird. Der Test dauert mehrere Wochen. Erst danach setzt ein Abheilen der Pickel ein (oder eben nicht). So lässt sich ziemlich sicher sagen, ob Zucker daran Schuld ist, wenn die Pickel sprießen.
Diesen Test kann man natürlich auch mit anderen Produkten machen. Einige Menschen reagieren auf Milchprodukte, andere auf Fleisch, Fertigprodukte mit ihren Konservierungsstoffen und viele mehr. Man kann es einfach nur ausprobieren.
Generell ist eine gesunde Ernährung gut, nicht nur für die Haut, sondern für den ganzen Körper. Vollwertkost ist angesagt. Viel Obst, Gemüse und Fisch, Milchprodukte, Cerealien und halt wenig Zucker, da kann nicht viel schief gehen. Bei Fetten sollte man auf Naturbelassene, Kaltgepresste Öle, Butter und Ölfrüchte zurückgreifen. Ungesättigte Fettsäuren sind wichtig.

Es gibt immer noch genügend Skeptiker, die nicht glauben wollen, dass falsche Essgewohnheiten Auswirkungen auf Akne haben können. Viele haben jedoch die Erfahrung gemacht, dass sich eine Umstellung der Ernährung positiv auswirkt. Wichtig ist auch, dass man viel trinkt. Die Gifte müssen regelrecht aus dem Körper gespült werden. Nicht genug Flüssigkeit zu sich zu nehmen ist ein weit verbreitetes Problem. Viele unterschätzen, wie wichtig es ist, ausreichend zu trinken. Auch für die Haut ist es von enormer Bedeutung.
Allgemein kann man davon ausgehen, dass folgende Lebensmittel eine Akne verstärken: fette Lebensmittel; Fette wie Schweineschmalz, Margarine, Gänseschmalz, Kokosfett und Mayonnaise; Kaffee und Alkohol; Schweinefleisch, Schalentiere, rohes Eier-Eiweiß, stark geräuchertes oder gebratenes Fleisch; fetter Fisch; Bananen, Zitrusfrüchte, Tomaten; Nüsse, Käse und scharfe Gewürze.
Bekannt sind bestimmte Stoffwechselerkrankungen, die durch eine Fehlernährung hervorgerufen werden und Akne entweder verursachen oder aber ungünstig beeinflussen können. Hierzu zählen fehlernährungsbedingte Fälle von PCOS (hormonelle Erkrankung von Frauen im gebärfähigen Alter). Bei unbehandeltem Diabetes mellitus begünstigt die bakterielle Besiedlung der Haut nachfolgende Entzündungen. Das wirkt sich negativ auf eine bereits vorhandene Akne aus.
Manche behaupten auch, die Ernährungsakne sei eine Allergie. Im Zweifelsfall ist das relativ gleich, wenn das Ergebnis wie Akne aussieht.
Abschließend kann man nur sagen, wer es für sich herausfinden möchte, ob bestimmte Lebensmittel die eigene Akne beeinflussen, muss es ausprobieren und bestimmte Nahrungsmittelgruppen weglassen. Wenn sich die Haut danach verbessert, hat man es definitiv herausgefunden.