Behandlung von Akne
Akne ist eine Erkrankung und sollte auch als solche behandelt werden. Ihre Behandlung richtet sich nach dem Schweregrad. Höchstwahrscheinlich gibt es ebenso viele Möglichkeiten Akne zu behandeln, wie es Akne- Patienten gibt.
Viele Betroffene, vor allem viele Jugendliche, wissen gar nicht, dass es sich bei den paar Pickeln auf der Backe bereits um Akne handelt. Die nervigen Dinger werden einfach ausgedrückt. Das ist natürlich ein fataler Fehler. Entzündungen kommen dazu, Bakterien breiten sich aus, immer mehr Pickel entstehen und es bilden sich Narben.
Die Behandlung von Akne sollte frühzeitig beginnen. Je früher man beginnt, um so besser kann man die Schwere der Akne mindern. Der Krankheitsverlauf kann verkürzt werden. Die Bildung von Narben wird vermieden.
Wenn sich erste Anzeichen für eine Akne erkenn lassen, sollte man seinen Hauttyp bestimmen lassen. Eine konsequente Reinigung und Pflege mit den zur Haut passenden Mitteln ist Grundvoraussetzung, dass sich der Zustand bessert oder zumindest nicht verschlechtert. Optimal ist eine Reinigung morgens und abends. Zu häufige und intensive Reinigung schadet der Haut mehr, als es nutzt. Bei stark glänzender Gesichtshaut ist es von Vorteil, mehrmals am Tag das überschüssige Fett mit einem Papiertaschentuch abzutupfen.
Bei leichter Akne ohne Entzündungen werden zuerst äußerlich anzuwendende Arzneimittel eingesetzt. Zusätzlich kann man Präparate mit Schälwirkung benutzen. Dies ermöglicht den Abfluss des Talges aus den gestauten Talgdrüsen.
Bei mittelschwerer Akne kommen dann meist Behandlungen mit Antibiotika dazu. Bei Frauen kann die Pille als Therapiemittel eingesetzt werden. Zu beachten ist hierbei, dass Antibiotika die verhütende Wirkung der Anti-Baby-Pille stark herabsetzen.
Auch eine abdeckende Therapie mit getönten Antikomedogenen (gegen Mitesser) Cremes kann eingesetzt werden. Diese Cremes können entzündungshemmende Zusätze enthalten. Man setzt sie zusätzlich zu einer Basistherapie ein.
Die Behandlung von schweren Akneformen ist aufwändiger. Ein Mittel, welches Erfolg verspricht, ist die
Vitamin A-Säure Isotretinoin (13-cis-Retinsäure) innerlich angewendet. Das Mittel hemmt die Talgproduktion und die Mitesserbildung. Die Talgdrüsen schrumpfen auf Normalgröße. Es besteht auch eine antientzündliche Wirkung. Das Mittel hat allerdings viele Nebenwirkungen. Bei Frauen mit Kinderwunsch und Schwangeren darf es nicht eingesetzt werden. Auch für Kinder ist es nicht geeignet. Der Behandlungserfolg kann Monate oder sogar Jahre anhalten. Bei einer sehr ausgeprägten Akne kann die Gabe von Isotretinoin wiederholt werden.
Bestrahlung mit UV- Licht durch den Hautarzt bringt ebenso Linderung, wie Laserlicht. Laserlicht vermindert die Akne verursachenden Bakterien.
Akne sollte fachgerecht behandelt werden. Es ist nicht immer einfach, gewöhnliche Pubertätsakne von anderen Akneformen zu unterscheiden. Im Zweifelsfall sollte man immer medizinischen Rat einholen oder zumindest eine Kosmetikerin fragen. Nur wenn genaue Informationen über den Zustand der Haut vorliegen, kann man mit einer effektiven Behandlung beginnen.
In jedem Fall braucht man viel Geduld und Disziplin. Meist ist eine Behandlungsdauer von mehreren Monaten erforderlich. Zu hoch gesteckte Erwartungen werden oft enttäuscht. Akne verschwindet nicht über Nacht. Meist kann man sie aber erträglich machen und vor allem einer Narbenbildung entgegenwirken.
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Tags: akne, Behandlung, Hautarzt, Hauttyp, Jugendliche, pickel