Aknetherapie - hautschonende Methoden
Es gibt unheimlich viele Möglichkeiten, Akne zu behandeln. Die meisten äußerlichen Behandlungen führen bis zu einem gewissen Grade zur Austrocknung der Haut. Sie verursachen ein leichtes Abpellen der Haut. Die Haut wird geglättet, alte und neue Schädigungen werden behoben.
Grundsätzlich sind innerlich angewandte Mittel hautschonender, als z.B. eine Peelingtherapie. Diese kann die Haut zusätzlich reizen.
Antibiotika verhindern das Entstehen neuer Schäden zweifach. Zum einen werden Bakterien abgetötet. Diese sind dafür verantwortlich, das Talg in freie Fettsäure überführt wird. FFS kann das zerplatzen der Talgdrüsen auslösen. Dabei entstehen die roten Akneflecken. Die Antibiotika bekämpfen diese Entzündungen. Zum Zweiter verringern sie die Talgproduktion.
Beachten muss man auf alle Fälle, dass Antibiotika die Wirkung der Pille stark beeinträchtigen können.
Wenn Antibiotika keine Wirkung zeigt und eine starke Akne besteht, wird meist als nächstes Isotretinoin verschrieben. Das Mittel zeigt gute Wirkung, hat aber viele Nebenwirkungen. Von Haarausfall bis zu Leberschäden sind viele unangenehme Wirkungen nicht auszuschließen. In Hinblick auf mögliche Leberschäden sollten regelmäßige Blutuntersuchungen durchgeführt werden. Die Behandlung kann bis zu 20 Wochen dauern. Vor einer erneuten Therapie sollten mindestens vier Wochen ohne Behandlung liegen.
Schwangere dürfen Isotretinoin nicht nehmen. Es kann zu starken Missbildungen des Kindes kommen.
Einige Therapeuten machen eine Veränderung der Ernährungsweise zur Basis für ihre Behandlung. Die Auswirkungen der Ernährung auf Akne sind nicht unumstritten, aber sie schaden nicht und die Haut muss nicht zusätzlich leiden. Man kann es ausprobieren und dann selbst sehen, ob diese Therapie hilft. Bei vielen Patienten hat sie es schon getan. Nahrungsmittel mit hohem Jodgehalt, Fettsäuren und fetthaltige Lebensmittel sollten gemieden, der Milchkonsum eingeschränkt werden. Kein Fleisch von Tieren essen, die mit Hormongaben gemästet wurden! Alle raffinierten Kohlehydrate sollten vermieden, die Aufnahme von kohlehydratreicher Nahrung eingeschränkt werden!
Alternative Akne-Therapien bekämpfen die Infektion, um die Entzündung zu verringern.
Ernährungsfachleute empfehlen Zink, das bei der Art der Verarbeitung von Hormonen eine Rolle spielt. Eine tägliche Zufuhr von 50mg Zink kann dazu beitragen, Entzündungen abklingen zu lassen und die geschädigte Haut zu heilen. Auch Chromzusätze und Selen sind hilfreich. Andere die Hautbildung unterstützende Nahrungsstoffe und Nahrungsergänzungsmittel sind: Wasser, Kollagen, Vitamin A, Beta-Karotin, Vitamin C, Calcium, Silicium, B-Vitamine (speziell B6), Biotin, essentielle Fettsäuren, Olivenöl, Fischleberöl, Leinsamenöl, Omega-3-Fettsäuren, Gammalinolensäure, und alle Aminosäuren.
Retinol hat sich bei der Behandlung von Akne als wirksam erwiesen. Die Retinole des Vitamin A setzen die Talgproduktion der Follikel herab. Vorsicht aber vor einer Überdosierung!
Auch mit Kräutern kann man hautschonend Akne bekämpfen. Sie heilen die Haut und mindern Entzündungen
und Verletzungen. Empfohlen wird Ecchinacea, Calendula, Teebaumöl und Goldregentinktur. Brennesseltee und Klebkrauttinktur können ebenfalls eine gute Wirkung erzielen. Ein Gesichtsdampfbad zwei- oder dreimal in der Woche kann ebenfalls eine Verbesserung erreichen.
Obwohl man allgemein annimmt, dass weder mit guter Hygiene noch mit einer entsprechenden Diät einer Akne vorgebeugt werden kann, kann es doch nützlich sein und schadet nicht. Eine gute allgemeine Hygiene und eine maßvolle Hautversorgung sind besonders in jungen Jahren wichtig. Obwohl die Werbung oft das Gegenteil verspricht, haben die meisten kommerziellen Hautmittel nur geringen oder gar keinen Wert im Hinblick auf eine Besserung oder Befreiung von Akne.
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Tags: akne, Antibiotika, Behandlungen, Haut, Mittel