Salicylsäure bei Akne
Salicylsäure kommt in Form eines Methylesters in ätherischen Ölen und als Pflanzenhormon in verschiedenen Pflanzen vor. Es ist bedeutend für die pflanzliche Abwehr vor Krankmachern. Der Name ist vom lateinischen Namen der Weiden (Salix spec.) abgeleitet, da die Säure früher vor allem aus der Rinde verschiedener Weiden gewonnen wurde.
Salicylsäure dient unter anderem zur Herstellung von Acetylsalicylsäure, das bekannt ist unter dem Markennamen Aspirin. Bei innerer Anwendung wirkt Salicylsäure analgetisch (schmerzlindernd), antiphlogistisch (entzündungshemmend) und antipyretisch (fiebersenkend). Aufgrund der schlechten Magenverträglichkeit wird die Substanz von der Acetylsalicylsäure verdrängt.
In der Dermatologie wird Salicylsäure noch häufig verwendet. Bei externer Anwendung
wirkt sie keratolytisch (hornlösend, abschuppend) und wird neben der Behandlung von Akne auch zur Beseitigung von Hühneraugen und Warzen eingesetzt. Die Säure hat auch eine Bakterien abtötende Wirkung. Salicylsäure ist ein beliebter Bestandteil vieler Akneprodukte.
Pflegeprodukte mit Salicylsäure können die oberste Hautschicht aufweichen und so der Entstehung von Mitessern und Pickeln entgegenwirken. In normalen Pflegeprodukten ist allerdings nur sehr wenig von der Säure enthalten (2-5%), da es sich um eine medizinische Substanz handelt. Wird von einem Arzt ein höher dosiertes Mittel verordnet, sollte man sich unbedingt an die Anwendungsvorschriften halten!
Die Kombination mit Milchsäure (auch als Hydroxydbenzoesäure) wirkt Hornhaut und Hautschuppen ablösend und wird zur Behandlung von leichter Akne angewandt.
Bei einer höheren Dosierung und einer großflächigen Anwendung können die Nieren geschädigt werden.
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