Peeling bei Akne
Hautpeeling hat eine lange Geschichte. Schon die alten Ägypter benutzten tierische Öle, Salz und Alabaster, um ihre Haut ästhetisch zu verbessern. Später wurden Mixturen aus Schwefel, Senf und Sand benutzt. Auch dies diente der Verschönerung. Erste Berichte über Verfahren von Peeling zu therapeutischen Zwecken tauchten erst Mitte des 20. Jahrhunderts auf. Heute existieren verschiedene Techniken, die sowohl wissenschaftlich als auch klinisch abgesichert sind.
Beim Peeling kommen zwei Verfahren zum Einsatz. Zum einen können die obersten Schichten der Haut einfach durch Säuren weggeätzt werden. Zum anderen kann die Schicht mittels mechanischer Verfahren abgeschliffen werden. Je nach der Art der Behandlung werden die Verfahren bei der Kosmetikerin oder beim Hautarzt durchgeführt.
Das Peeling bei Akne sorgt für einen ungehinderten Abfluss aus den Talgdrüsen. Peelingmittel, auch Schälmittel genannt, sollen die krankhaften Verhornungen, die zu Mitessern führen, entfernen. Die Ausführungsgänge der Talgdrüsen werden freigelegt und der Talg kann an die Hautoberfläche gelangen.
Das Peelingprinzip ist recht einfach. Unsere oberste Hautschicht ist neben Störungen von innen, eben durch Akne, auch äußeren Strapazen ausgesetzt. Das können Kälte, Sonne oder Verletzungen sein. Die Regenerationsfähigkeit der Haut nimmt mit den Jahren ab. Peeling setzt einen Hauterneuerungsprozess in Gang. In Peelings sind Hautreizende Substanzen enthalten, die, wenn man sie auf die Haut aufträgt, die Oberste und teilweise auch darunter liegende Hautschichten ablösen. Die Zellen werden angeregt, neue, junge, glatte, gesunde Haut zu bilden. Die Anwendung von Peelingmitteln erzeugt sozusagen eine kontrollierte Wunde, die zu einer Hautverjüngung führt, im Rahmen derer Verhornungsstörungen verschwinden können.
Hautpeeling kann man mit verschiedenen Substanzen durchführen. Mit Kräuterpeelings erreicht man nur eine oberflächliche Hautschälung. Eine Verbesserung des Hautreliefs kann man aber davon nicht erwarten. Dafür sind die Nebenwirkungen auch nur sehr gering.
Es gibt verschiedene Peeling-Verfahren. Zum einen kann man mit herkömmlichen, im Handel erhältlichen Mitteln zu Hause selbst Hand an sein Gesicht oder seinen Körper legen. Man sollte dies nicht zu häufig machen. Aknepatienten neigen dazu, mit ihrer Haut sehr rabiat umzugehen. Viel hilft in diesem Fall nicht viel. Öfter als zweimal pro Woche sollte man kein Peeling machen. Immer schön auf die Packungshinweise achten.
Bei Hautärzten zur Verwendung kommen Retinoidsären (Vitamin-A-Säure), Trichloressigsäure, Phenol und Fruchtsäuren.
Ein von Fachleuten durchgeführtes Peeling ist das Blue Peel. Es gehört zu den Trichloressigsäure-Peelings und hat den Vorteil, dass es schichtweise aufgetragen wird. Je nach Hauttyp kann die gewünschte Eindringtiefe kontrolliert werden. Den Namen hat das Peeling von der blau gefärbten Peelinglösung.
Bei den Fruchtsäurepeelings wird mit verschiedenen Säuren in verschiedenen Konzentrationen gearbeitet. Sie wird auf die Haut aufgetragen und nach einigen Minuten Einwirkzeit verdünnt und abgewaschen. Je nach Hauttyp muss man vier bis acht Behandlungen einplanen. Vor den höherprozentigen (70%) Peelings sollte die Haut erst einige Wochen mit niedrig konzentrierten Fruchtsäurepräpataten eingewöhnt werden.
Nach einem Peeling sieht die Haut meist erst einmal schlimmer aus. Sie ist gerötet und kann brennen. Auch die Pustelbildung kann sich in den ersten Wochen verstärken. Das bedeutet nicht, dass das Peeling nicht vertragen wurde, es ist normal. Die Haut ist zusätzlich gereizt. Normalerweise klingt es schnell ab.
Peeling sollte generell nur angewendet werden, wenn keine ausgeprägten Entzündungen (Eiterpustel) vorliegen.
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Tags: akne, Haut, Peeling, Peelingmittel, Talg