Mittel gegen Akne

Mann im SpiegelBei allen Akne-Behandlungen muss man damit rechnen, dass es eine Langzeittherapie wird. Das Ziel dieser Therapie ist, die Verhornungsstörung zu beseitigen und das weitere Entstehen von Komedonen zu verhindern. Die Talgsekretion muss reduziert und die Vermehrung der Bakterien gehemmt werden. Die entzündlichen Reaktionen sind einzudämmen und zu beseitigen. Eine weitere Narbenbildung ist zu verhindern.

Benzolperoxid dämmt die entzündliche Reaktion und beseitigt sie, die Talgproduktion wird verringert, es wirkt antimikrobiell und komedolytisch. Allerdings führt das Mittel zu einer Reizung der Haut, die sich durch Rötung, Brennen und starkes Abschuppen äußert. Die Haut trocknet sehr aus.

Retinoide oder Vitamin-A-Säure beseitigen die Verhornungsstörung. Die Talgproduktion wird gehemmt und die Entzündung beseitigt. Die Haut erneuert sich. Eigentlich ist dieses Mittel ein ideales Aknemittel. Allerdings hat es einen großen Nachteil, die extreme Reizung der Haut. Rötungen, Juckreiz, Schuppung, Brennen und in vielen Fällen ein „Aufblühen“ der Akne gehören dazu. Tretinoin- Behandlungen werden auch gern als „Sonnenbrand aus der Tube“ bezeichnet. Deshalb wird oft die Behandlung mit Benzoylperoxid vorgezogen.

Anders ist es mit Abkömmlingen der Vitamin-A-Säure. Isotretinoin wird als orales Mittel besonders bei schweren Formen der Akne bei Jugendlichen und Männern gern angewendet. Es ist oft ein reines Wundermittel. Allerdings hat es viele Nebenwirkungen. Bei Frauen muss ein sicherer Verhütungsschutz gegeben sein, weil das Mittel zu starken Mißmildungen des Embryos führen kann. Isotretinoin kann aber auch in Gelform angewendet werden. Dann fallen die oben genannten Vorsichtsmaßnahmen weg.
Antibiotika können oral und lokal verwendet werden. In Tablettenform besteht zwar eine gute Wirksamkeit, aber da das Mittel über eine längere Zeit eingenommen werden muss, bestehen einige Nebenwirkungen. Auch kann der Patient schneller Antibiotika resistent werden. Zudem hilft das Mittel nur gegen die Entzündung, aber nicht gegen die Neubildung von Mitessern. So klingt die Akne meist erst einmal ab, kommt dann aber wieder.

Die Effektivität der lokalen Antibiotika -Anwendungen sind hoch. Aber auch hier ist das Mittel hauptsächlich zur Bekämpfung der Bakterien und der Beseitigung der Entzündung gedacht.
Mit Fruchtsäuren kann man sich sowohl selbst therapieren, als die Behandlung auch bei einem Arzt oder einer Kosmetikerin durchführen lassen. Die am häufigsten verwendete Fruchtsäure ist Glykolsäure, die aus Zuckerrohr gewonnen wird. Auch Milchsäure, Apfel- oder Zitronensäure können verwendet werden. Die Fruchtsäure wirkt ähnlich wie Vitamin-A-Säure. Allerdings ist sie nicht so effektiv. Sie ist aber auch nicht so aggressiv zur Haut.

Man kann auch selbst einiges tun, um seine Pickel in den Griff zu bekommen. Eine tägliche Reinigung mitGesicht waschen gut verträglichen, seifenfreien Tensiden ist die Grundlage. Mitesser kann man nach einem Gesichtsdampfbad oder heißen Kompressen vorsichtig entfernen. Mit einem Peeling sorgt man für ein Öffnen bzw. Offenhalten der Talgdrüsenausführungsgänge. Bei der Kosmetikerin kann man die Komedonen entfernen lassen, welche die eigentliche Ursache für spätere Entzündungen sind.

Bei Frauen wird oft eine Anti-Baby-Pille als Aknebremse eingesetzt. Oft verbessert sich das Hautbild der Betroffenen.

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